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Wahlkampfauftakt Bunte Liste & Bürgerinitiative Rückersdorf

Mit großen Ansagen eröffneten die Bunte Liste und die Bürgerinitiative

Rückersdorf (BiR) offiziell ihren Wahlkampf im Bürgersaal der Gemeinde Rückersdorf.

Unter der Anwesenheit von allen Ortsvereinen der Bunten Liste begrüßte der Gastgeber,

amtierender Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat der Bürgerinitiative Rückersdorf e.V. (BiR), Manfred Hofmann, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer ganz besond

eren Neuigkeit: „Ich freue mich heute ganz besonders, dass ich euch mitteilen kann, dass die BiR mit 79 von 80 erforderlichen Stimmen kurz vor dem Ziel steht. Für mich haben bereits vor einigen Tagen mehr als 80 Unterstützer die erforderliche Unterschrift geleistet.“

Hofmann ging in seiner Rede auf die vergangenen 6 Jahre ein. Dabei kam er auch schnell auf die Situation der Straßensanierung. „Durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträge, die einen gewichtigen Beitrag zur Finanzierung der Straßensanierungskosten geleistet haben, zeigt sich eine Finanzierungslücke in diesem Bereich auf. Der Fördertopf vom Land Bayern, der die Kommunen entlasten soll, ist an die Siedlungsgebiete geknüpft. Das bedeutet für uns kaum Zuschuss für gleichbleibend teure Projekte“, erläuterte Hofmann.

Alles in Allem sehe er Rückersdorf aber auf einem sehr guten Weg. Der Schuldenstand der Kommune verringerte sich unter seiner Leitung um ein Vielfaches, das nötige Eigenkapital für die geplanten Großprojekte wurde angespart. Zeitgleich müsse eine Gemeinde auch Prioritäten in der Entwicklung setzen. Er bedauert es, dass auf Grund des Beitragsausfalls es nicht mehr möglich sein wird, gleichzeitig den Schul- und Hortneubau gemeinsam mit den Straßensanierungen und dem Neubau des sinnvollen und erforderlichen Bürgerzentrums zu realisieren. Hier muss der Gemeinderat bei künftigen Haushaltsplanungen Prioritäten setzen. Nach seiner persönlichen Meinung ist der Neubau

der Grundschule zusammen mit einem Hort auch im Hinblick auf den Ganztagsbereuungsanspruch, der ab dem Jahr 2025 gilt, vorrangig. Es ging hier schließlich darum, den Kindern einen bestmöglichen Start in die Schulzeit zu geben und die Eltern mit einem guten Ganztagsbetreuungsangebot zu unterstützen.

Die Bunte Liste und David Filgertshofer begreift Hofmann mehr als nur als Unterstützer: „Es ist eine richtige Freundschaft zwischen uns gewachsen. Ich freue mich weiterhin auf einen fruchtbaren Gedankenaustausch und eine gute Zusammenarbeit.“

Damit war der Übergang von Rückersdorf auf die gesamte Kreisebene gelungen.

„Die Bunte Liste ist keine der privilegierten Parteien, weshalb wir überall, abgesehen auf den

Kreistag, Unterstützerunterschriften in den Rathäusern sammeln müssen“, klärte David Filgertshofer, Vorsitzender des Wahlvereins, die Anwesenden auf. Dies habe man aber vor Ort sehr gut angegangen. Bestätigt wurde er von Andrea Nüßlein (Bürgermeisterkandidatin für Schnaittach). Diese legte dar, wie sie und ihr Team die letzten Wochen verbracht haben: „(...) Mit Erfolg! Wir haben für die Bürgermeisterkandidatur und die Gemeinderatsliste über 120 Unterschriften zusammen bekommen und werden ebenfalls kandidieren!“


Die Bunten Listen Schwarzenbruck und Lauf kämpfen noch um die benötigte Anzahl an Unterstützer. Zwar sei die Podiumsdiskussion der Schwarzenbrucker am vergangenen Wochenende (u.a. mit Matthias Matuschik) ein großer Erfolg gewesen, „jedoch fehlt noch einiges an Holz“, gaben Tim Schenk und Lisa Ohneberg, die als Spitzenkandidaten fungieren, zu Protokoll. Insgesamt 80 Menschen hätten bisher den Weg ins Rathaus gefunden. 120 werden in Schwarzenbruck benötigt. Für Lauf an der Pegnitz stellte Christine Deutschmann, Bürgermeisterkandidatin, fest, dass es mit knapp 60 Unterschriften von benötigten 190 für die Bunte Liste Lauf knapp wird. „Die Entfernung des Rathauses vom Marktplatz und Verwaltungshürden, die gegen Rechtsnormen verstoßen, erschweren uns die Arbeit vor Ort“, so Deutschmann. Nichtsdestotrotz kämpft Deutschmann und ihr Team weiter. Auch im Kreistag möchte sich die gebürtige Rückersdorferin einsetzen. So müssten die Mietobergrenzen für ALG 2-Bezieher angepasst werden und endlich ein eigenes Frauenhaus aufgebaut werden.


Nach einer kurzen Pause war es dann David Filgertshofer, Spitzenkandidat für den Kreistag, der mit seiner Rede den offiziellen Start in den Wahlkampf gab. Der 23-jährige ist der jüngste Kandidat auf dem vordersten Platz im Vergleich zu allen anderen Parteien. „Wer Veränderung möchte, der muss sie auch wählen. Ja wir brauchen unbedingt die Generation 50/60+ im Kreistag, aber gleichzeitig braucht es auch junge Menschen in der Kommunalpolitik, die auch einen Teil der Bevölkerung abdecken. Es zeigt doch deutlich, dass wir als Bunte Liste zukunftsgerecht aufgestellt sind, in dem wir alle Generationen repräsentativ auf unserer Liste abdecken“, so Filgertshofer.


Der gelernte Medienkaufmann und Wirtschaftsfachwirt hat, nach seiner Anstellung in der

Medienberatung eines großen Zeitungsverlags, entschieden ein Studium der Sozialökonomik zu beginnen. Dort ist er auch Studentenvertreter innerhalb seines Studienganges und kümmert sich in Ausschusssitzungen um die Verbesserung des Lehrangebots und die räumliche Ausstattung der Sozialökonomen. „Es ist nur ein kommunales Universitätsamt, aber wir haben einiges geschafft, wie ich meine“, blickte

Filgertshofer auf seine bisherige Amtszeit zurück. Neben der regelmäßigen Erneuerung von Arbeitsplätzen der Studierenden, werden künftig auch aktuelle gesellschaftliche & politische Themen in die Vorlesungsveranstaltungen eingebunden. „In Zeiten von Schlagzeilenbildung und den vielen digitalen Eindrücken, ist es wichtig, dass die Wissenschaft einen Leitfaden für unsere aktuellen Diskussionen und Probleme an die Hand gibt“, begründet Filgertshofer die Entscheidung des Gremiums.

Als Kreisrat möchte er Dokumente leichter zugänglich machen, sowie Redebeiträge aufzeichnen lassen: „Im 21. Jahrhundert kann es nicht sein, dass man einen Abgeordneten 6 Jahre in ein Amt wählt und nicht nachvollziehen kann, wie dieser sich zu Themen äußert und abstimmt.“

Ein besonderes Anliegen sei ihm auch weiterhin die Frauenhilfe. Die Gewalt gegen Frauen nehme zu, Frauenhäuser seien überlastet und die Versorgung ginge im Nürnberger Land besser als heute. Der Kreis ist finanziell an das Frauenhaus Schwabach angeschlossen. „Ich wünschte es wäre kein Thema, aber wir müssen ein eigenes Frauenhaus im Nürnberger Land aufbauen. Nicht weil es toll ist, dass unsere Gesellschaft so etwas hat. Nein, weil es unsere verdammte Pflicht ist!“, brüllte Filgertshofer in die applaudierende Runde.




Als Wirtschaftsfachwirt sei es ihm zudem wichtig, Unternehmen konzeptionell in die Landkreisentwicklung einzubinden. Laut Filgertshofer sei ein „Investitionsfond“ eine Möglichkeit, um interkommunalen Fortschritt voranzutreiben. Darunter versteht Filgertshofer einen Topf, der vom Kreis sowie investitionsbereiten Unternehmen gefüllt wird und aus dem Projekte finanziert werden sollen, die den Unternehmen ebenso wie den Bürgerinnen und Bürgern nutzen. „Landkreiskitas, in die Beschäftigte der Unternehmen ihre Kinder anmelden können oder aber auch Firmenbusse, die Beschäftigte in die Unternehmen bringen und von der Allgemeinheit mitgenutzt werden können (...)“, seien laut Filgertshofer attraktive Angebote für den Arbeitsmarkt von morgen, auf dem besonders Unternehmen auf dem Land

unkonventionelle Ideen bräuchten, um den Arbeitsplatz vor Ort attraktiv zu gestalten. Zeitgleich muss der Landkreis, wenn es nach Filgertshofer geht, Schüler stärker darauf ansprechen, dass es gute Arbeitsplätze vor Ort gibt und die Flucht nach Nürnberg oder

München unnötig sei. Für die Bunte Liste sieht er die Möglichkeit auf 4 Sitze im Kreistag

. Andere im Saal hatten zu diesem Zeitpunkt bereits von 5-10 Sitzen gesprochen.

Mit Themenplakaten, die gegen Flächenfraß, für mehr Transparenz aufrufen und der Betonung darauf, dass man keine Partei sei („Diesmal wähl ́ ich keine Partei“),

möchte man dieses Vorhaben erreichen. „Eine kleine Plakatkampagne, die unser Portfolio ein wenig zeigt, hat noch niemanden geschadet“, so Filgertshofer.